Website-Trends – Was kommt in der nächsten Zeit auf uns zu?

Webdesign ist innerhalb der schnelllebigen Welt des Internet jährlichen Trends unterworfen. Dadurch ist sichergestellt, dass den jeweils aktuellen Bedürfnissen der Anwender Rechnung getragen, im Wege des responsiven Designs auf neue Endgeräte reagiert wird sowie neue Design-Trends aus Architektur oder Mode berücksichtigt werden können. Besonders zu berücksichtigen ist hier das Inkrafttreten der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) am 25. Mai 2018, wodurch sich für Webseitenbetreiber einige Änderungen ergeben. So sind Anbieter für personenbezogene Daten von Nutzern mitverantwortlich, auch trifft Unternehmen die Pflicht, bei Nutzer- oder Behördenanfragen innerhalb kurzer Zeit bekanntzugeben, welche Daten zu welchem Zweck verarbeitet werden. Dies setzt organisatorische Vorkehrungen voraus, welche indirekt auch die Website-Entwicklung beeinflussen können.

Hier nun eine Übersicht über aktuelle Trends bei Webseiten.

Card Design

Cards sind in der Regel selbsterklärend und intuitiv bedienbar. Das Software-Unternehmen Pinterest war einer der Wegbereiter jenes aktuellen Designs, welches durch die Viralität des Internets nun zunehmend auf vielen Webseiten Verbreitung findet. Dieses Design ermöglicht es, Content aufmerksamkeitswirksam zu präsentieren und auf attraktive Weise darzustellen. Sein strukturierter Aufbau eignet sich gut für die Darstellung auf mobilen Endgeräten.

Minimalistisches Design

Beim minimalistischen Trend steht das Wesentliche im Fokus. Durch eine Reduzierung der eingebauten Elemente soll erreicht werden, dass sich der User auf Kerninhalte konzentrieren und schnellstmöglich durch den Content navigieren kann. Nebenbei wird auf diese Weise die Ladezeit der Seiten verbessert, was neben dem erhöhten Bedienkomfort einen positiven Einfluss auf das Ranking bei Suchmaschinen besitzt.

Material Design

Flat-Design stellt einen bereits bekannten Trend dar und beruht auf dem Weglassen optischer Effekte wie 3D oder Schattierungen. Obwohl dadurch Inhalte besser wahrnehmbar werden sowie eine Beschleunigung der Webseiten-Ladezeit eintritt, besteht das Problem, nun kaum mehr zwischen wesentlichen und weniger wichtigen Inhalten unterscheiden zu können. Das Material Design von Google versieht Flat-Inhalte daher mit geometrischen Schattierungen, um deren Erkennung zu erleichtern.

Gifs und Cinemagraphs

Animierte Gifs und sogenannte Cinemagraphs sorgen für eine lebendige Gestaltung von Inhalten, was dazu führen kann, dass sich die Verweildauer der Nutzer auf der Site erhöht. Dezent und sinnvoll eingesetzt, können sie den Content bereichern, allerdings ist dabei auf ein stimmiges Gesamtbild sowie auf akzeptable Ladezeiten zu achten.

Fotos mit Menschen

In Zeiten des eCommerce, in denen direkter Kundenkontakt kaum mehr besteht, können Webseiten auf denen Menschen abgebildet sind, emotionale Reaktionen hervorrufen und mithelfen, dem Anwender auf menschlicher Ebene zu begegnen.

360° Videos

Die Technik der 360° Bilder, die gedreht und jeweils aus einem anderen Blickwinkel betrachtet werden können, wird nun auch auf Videos angewendet: Während der Ansicht des Videos kann der Ansichtswinkel individuell verändert werden. Somit eröffnet die Einführung der VR Brille neue Wege für Kundenkommunikation und Werbebotschaften.

Ladezeit

Schnelle Ladezeiten (Richtwert von Google: max. 1,5 Sekunden) sind bei Suchmaschinen ein wichtiger Ranking-Faktor. Daher ist bei der Umsetzung von Design-Aspekten auf der Webseite stets deren Ladezeit zu berücksichtigen, welche z.B. durch umfangreiche Bilder oder Videos wesentlich erhöht wird.

Illustrationen

Trendige Illustrationen − etwa als Handzeichnung − sind ein echter Hingucker und sorgen dafür, dass die Seite lebendig wirkt. Allerdings sollte darauf geachtet werden, dass die Seite nicht überladen wirkt.

Fazit

Da kaum ein anderer Bereich in der Wirtschaft so schnelllebig ist wie Internet und Webdesign, bleibt abzuwarten, welche der in diesem Artikel vorgestellten Trends in Zukunft Bestand haben werden. Allgemein ist eine Entwicklung zu einer noch aufmerksamkeitswirksameren Aufmachung von Webseiten erkennbar, was unter anderem durch Effekte, welche die Ladezeit nicht oder nur kaum erhöhen (z.B. geometrische Schattierungen), erreicht werden soll.